Die Schweizer können mit Recht stolz auf ihr Bahnsystem sein. Es ist ein Vorzeigeobjekt bezüglich Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit und Zugfrequenz. Ein ausgefeilter Taktfahrplan sowie aufeinander abgestimmte Anschlüsse sorgen dafür, dass die Bahn für die Bevölkerung wohl das beliebteste öffentliche Verkehrsmittel ist.

Wegen der zentralen Lage in Europa ist es nicht verwunderlich, dass viele Hochgeschwindigkeitszüge aus dem benachbarten Ausland bis in die Schweiz fahren. Bereits in den achtziger Jahren erweiterte man das französische TGV-Netz über Südost-Frankreich bis nach Zürich. Mittlerweile enden in der Schweiz auch einige ICE-Züge. Italienische Pendolini der Serie 470 ergänzen die umsteigefreien Verbindungen nach Italien und Deutschland. Eine einheimische Konstruktion ist der ICN, der trotz seiner Höchstgeschwindigkeit von nur 200 km/h unter der Bezeichnung "Hochgeschwindigkeitszug" läuft. Die nahe Zukunft verspricht eine deutliche Verkürzung der Reisezeit auf der Nord- / Südachse. Der längste Tunnel der Welt und neue Neigezüge sollen die Höchstgeschwindigkeit auf 250 km/h anheben.

Der erste Hochgeschwindigkeitszug in der Schweiz, der von der Schweizer Industrie gebaut wurde, ist der ICN. Dank seiner elektrischen Neigetechnik beschleunigt er den Verkehr vornehmlich auf der Ost-West-Achse.
Aktualisiert am: 01.10.2006

ICE 1

Im Juni 1991 gingen die ersten 23 ICE in Betrieb. Nach und nach stockte die Deutsche Bahn ihre ICE 1 - Flotte auf 60 Fahrzeuge auf. Bei einem schweren Zugunglück am 3. Juni 1998 zerschellte ein Zug dieser Baureihe nach einer Entgleisung an einer Brücke. Seitdem verkehren nur noch 59 ICE 1 durch Deutschland, sowie in Teilen Österreichs und der Schweiz. Von Mitte 2005 bis Ende 2008 machte die DB die Züge durch ein umfangreiches Modernisierungsprogramm für die nächsten zehn Jahre fit.
Aktualisiert am: 10.03.2009

ICE-T

Dieser 230 km/h schnelle ICE-Zug verfügt über eine Neigetechnik und beschleunigt den Verkehr auf kurvenreichen Strecken. Wie beim ICE 3 sind auch hier die Hälfte aller Räder angetrieben und es gibt keine Triebköpfe mehr. Zum Winterfahrplan 2004/2005 rollte die zweite ICE-T-Generation an. Ein Jahr später weitete sich das Einsatzgebiet der Neigezüge auf Österreich aus.
Aktualisiert am: 01.11.2008

TGV PSE

Der erste Serien-TGV in oranger Farbgebung. Ein speziell getunter Zug erreichte am 26.02.1981 eine Rekordgeschwindigkeit von 380,4 km/h. Haupteinsatzgebiete sind die Südost- und Mittelmeer-Strecken sowie die Routen in die Schweiz. Nach und nach modernisierte die SNCF die Züge. Heute sind alle silbergrau/blau lackiert.
Aktualisiert am: 12.09.2004

ETR 470 der Cisalpino AG

Aufgrund des Namens der Betreibergesellschaft sind die neun Züge unter der Bezeichnung „Cisalpino“ bekannt. Die neunteiligen Garnituren sind für Fahrten in die Schweiz und nach Deutschland bestimmt. Durch das Einsatzgebiet bedingt, liegt die Höchstgeschwindigkeit bei nur 200 km/h.
Aktualisiert am: 15.04.2007

Im Februar 2004 bestellten sowohl TrenItalia als auch Cisalpino AG Pendolino-Neigezüge der 4. Generation. Neben einer Erhöhung des Komforts und der Sicherheit erfüllen diese Baureihen die TSI-Norm.
Aktualisiert am: 15.04.2007